Prädikat: Paedagogisch wertvoll!
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oder
Das Kiddie Clone Kit
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Hansi, ein Junge von 12, hatte gerade mit vielen Mühen seine Hausaufgaben beendet und sah erleichtert auf seine Digitaluhr (16:32, gleich kommt ja meine Lieblingssendung 'Abenteuer Weltall') Er griff nach der Fernbedienung für seinen TV-Apparat und betaätigte den Einschltknopf.
Zu seiner Enttäuschung lief noch Werbung.
"... und hier das neueste Geschenk für das aufgeweckte Kind, 'der kleine Gengenieur', in den USA bekannt unter dem Produktnamen 'Kiddie Clone Kit'! Jetzt auch bei uns im Handel.Ein Spiel, das die Kleinen auf das Leben vorbereitet, wie immer pädagogisch wertvoll! Natürlich von 'Zukunftswelt', der Spielzeugfabrik, die ihrem Kind zum Start in eine bessere zukunft verhilft!"
Hansi war sofort begeistert. von Biochemie hatte er schon gehoert, brandheiß! In zwei Wochen war sein Geburtstag,. Jetzt wußte er, was er sich wünschte: Den kleinen Gengenieur.
*
Hansis Vater Georg Schaloskewar auf dem Weg von der Werft nach Hause. Natürlich stand er in Wandsbek an der Baustelle wieder mit seinem Auto im Stau. und schimpfte über die Zustände der hoffnungslos überfüllten Innenstädte. Die Nachmittagssonne brannte erbarmungslos auf das Autodach und brachte sein Gehirn zum Schmoren, und der Ventilator löffelte auch nur den Pasthauch der Autoabgase in den innenraum. Georg Schaloske war unzufrieden, aber das war er eigentlich häufig.
*** innerer dialog, unsichere arbeit, unsichere finanzielle lage
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Heringe und Bratkartoffeln standen schon auf dem Küchentisch, als das Familienoberhaupt zu Hause ankam.
"Guten Abend, Georg", begrüßte ihn seine Frau und gab ihm einen flüchtigen Kuß auf die Wange. "Wie war Dein Tag?"
Georg brummte eine unverständliche Antwort und setzte sich an den Abendbrottisch. Ingrid Schaloske ging in den Flur und rief ihren Sohn: "Hansi, das Essen ist fertig!"
Hansi kam sofort in die Küche gestürmt. Er umarmte seinen Vater und sprudelte hervor: "Du, Pappi, ich weiß ,jetzt, was ich mir zum Gebutstag wünsche; hab ich eben in der Werbung gesehen.."
Georg Schaloske reagierte, wie er es früher einmal von seinem Vater gelernt hatte: "Erst einaml, guten Abend, mein Sohn. Sind die Hausaufganben fertig? Hast Du die Mathematikarbeit zurückbekommen?"
Hansi lächelte ihn an. "Beide male ja, und ich habe eine Zwei geschrieben. Keiner in der Klasse hat eine Eins geschafft, und nur Herbert Schmidt, dieser alte Streber, hat außer mir eine Zwei geschrieben, und der hat eine Zwei minus. Na, zufrieden, Pappi?"
Natürlich war der Vater zufrieden und stolz auf seinen Sohn. er selbst hatte in der Schulzeit so seine Schwierigkeiten gehabt.
"Nun, was wünscht Du Dir zum Gebutstag?"
"Einen biologischen Baukasten, 'Der kleine Gengenieur'! Krieg ich den?"
"Tja, mal sehen, ich würde sagen, warte erstmal ab."
Hansi maulte noch etwas herum, doch er kannte seinen Vater. Wenn der nicht wollte, dann gab es eben noch keine Zusage.
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Georg schaltete den Fernseher aus, nahm sein Bierglas und prostete seiner Frau zu. Ingrid lächelte zärtlich zu ihm hinueber und fragte: "Na, was ist passiert?"
Sie kannte ihren Mann und wußte, daß etwas passiert sein mußte, wenn er das TV mitten in einem Krimi abschaltete.
Georg seufzte und sagte dann: "Bei uns wird schon wieder von Entlassungen geredet. Du weißt doch, wir haben nur noch Facharbeiter bei uns beschäftigt. Also, diesmal kann es mich auch treffen. Sicher, erst müssen die Junggesellen gehen, aber keiner im Betriebsrat weiß bisher, wie viele entlassen werden sollen. Also, lass uns auf das Schlimmste vorbereitet sein, ja?"
Seine Frau sah ihm liebevoll in die Augen und antwortete dann: "Georg, Du weißt, daß ich jeden Tag auf das Schlimmste gefaßt bin, nämlich, daß Dir bei der Arbeit etwas zustößt. Wenn Du nur gesund bleibst, dann gibt es nichts Schlimmes."
"Gut", sagt er, "ich wollte Dir nur reinen Wein einschenken. Was ist das mit Hansi's Geschenk? Weißt Du, was das ist, was er haben will, und was das kostet?"
Ingrid schüttelte den Kpf und sagte dann: "Mach Dir doch nicht so viele Sorgen, Georg, es wird schon irgendwie gutgehen. Der Junge ist auf dem Gymnasium, und da soll er auch bleiben. Er kommt sehr gut mit, und aus ihm soll doch mal was Beseres werden. Wir müssen die Interessen des Kindes fördern, das haben sie auch bei der letzten Elternversammlung gesagt."
Georg nahm sie in die Arme und seufzte: Was würde ich nur ohne Dich machen?"
"Nun, vermutlich alleine ins Bett gehen", antwortete sie verschmitzt.
*
Der nächste Morgen versprach mit seinem makellos reinen, stahlblauen Himmel einen königlichen Freitag und Hansi spekulierte auf Hitzefrei.Dementsprechen war seine laune auf dem Schulweg, als er seine Freunde traf.
"Hey Leute, wißt Ihr, was ich zum Geburtstag kriege? Da kommt Ihr nie drauf! 'Den kleinen Gengenieur' ! "
Die anderen sahen ihn skeptisch an. "Weißt Du, was so ein Kasten kostet?" fragte Herbert, sein bester Freund. "670 Eurasier, mein Lieber,. "Meinste wirklich, daß Dein Alter das für Dich 'raustun kann?"
"Klar", prahle Hansi, "mein Alter läßt sich doch von sowas nicht abschrecken!"
Die anderen Jungen tauschten untereinander bedeutungsvolle Blicke aus. Ihre Väter waeren meist auch Arbeiter , und sie wußten genauso gut wie Hansi, wie wackelig die Arbeitsplätze heutzutage waren. Auch galt Hansii unter ihnen als gelegentlicher Spruchkasper.
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Georg Schaloske benutzte den Amstagvprmittag zu einem Besuch in einem Spielwarengeschaäft in der Innenstadt. Kaum hatte er den Laden betreten, als auch schon einer dieser dynamischen Verkäufer auf ihn zukam und und ihn nach seinen Wünschen fragte.
"Tja, wissen Sie, mein Sohn wünscht sich diesen neuartigen Baukasten, der kleine Biologe, oder ,so ähnlich."
"Ah, Sie meinen 'der kleine Gengenieur'. Nun, das ist etwas, was ich mit gutem Gewissen empfehlen kann."
*** Vater fragt, was der Kasten kosten soll ... 670 Eur, G.Sch. runzelt unwillig die Stirn ...
*** Verkäufer anpries, Ereziehungswert, Qualitaetsarbeit, semiprofessionelle Anlage ***
"Denken Sie nur an die jungen Dollarmillionaere in den Usa, die waren Schüler. Die haben ihre Millionen mit irgendwelchen Computerprogrammen verdient. Stellen Sie sich einmal vor, Ihr sohn erfindet ein Mittel, wie sich die damen schmerzfrei die Augen färben können, oder er erfindet das lang gesuchte Lebensverlängerungsmittel. Mann, dann können Sie sich die Schweiz kaufen."
*** Georg Schaloske blieb skeptisch.. ob Hansi der große Wurf gelinhen könnte, doch die enthusiastischen Wortgemälde des Verkäufers hatten seinen inneren Widerstand gegen den hohen Pris erheblich aufgeweicht. Er hatte es sich zwar noch nicht eingestanden, aber im Innersten hatte er sich schon halb entschlossen. Das Kind sollte es einmal besser haben.
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*** Hansi packte aus *** sah mehrere Gläsche und Säckchen mit Pulvern, ein paar Fläschchen mit Flüssigkeiten ***
*** Griff zur Bauanleitung, er las nur das Notwendigste ***
*** großer Kasten, schwarz, mit mehreren Schaltern und einer Tastatur.
daneben Aufsätze, Rundkolben mit Abfluß, die er nur an den vorgesehenen Stellen einsetzen musste, zwei becken, eins für Wasser, eins für Lösungsmittel,; unter den Abfluß mußte man einen Erlmyer Kolben setzen *** Steckdosenkabel ***
*** Nachweismittel und Mikroskop entgingen Hanis aufmerksamkeit vaufgrund seiner hast, alles aufzubauen.
*** er füllte alles ein, *** betätigte die Testatur mit zufälligen Bewegungen ***
*** zuerst passierte nichts, Summen, *** nach unendlich erscheinenden Minuten ein Blubbern, *** nach langer zeit tropfte etwas heraus *** Hansi kippte die Flüssigkeit aus dem Erlmeyer auf die Nährböden *** Hasi war seelig *** ging prahlen ***
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*** am nächsten Mogen: *** keine schnellen sichtbaren Erfolge. Hansi matschte mißmutig mit den Fingern in den Petri- Schalen herum *** ging dann spielen ***
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*** Erwachen am naechsten Morgen
*** Erste Ausfallerscheinungen bei Familie Schaloske und in den Famielien seiner Freunde
*** Beim Frühstück: Mutter schaloske hatte vergessen, Kaffee zu mache; ein beispielloser Vorgang
*** Vater fuhr ohne Aktentasche und Zigarretten los
*** --> Eskalation ins Absurde - Virus verbreitet sich global
*** --> Zusammenbruch der Zivilisation