Habitat / Anfang UEA Herlu Ver. 2

Das Habitat

Der Lichtstrahl weckte mich wie jeden Morgen. Er spiegelte sich immer morgens in meinem Zimmer von der silbernen Hülle des Habitat, oder wie es gerne von seinen Bewohnern genannt wurde, »Zylinder«. Niemand nannte es »Roddenbery Solardrome«, wie es eigentlich hieß. Dabei war seine Struktur nicht gerade zylinderförmig. Das Habitat hatte eine stabförmige Basis, an der die Wohnelemente wie Perlen angebracht worden waren.

Die Ausmaß waren gigantisch.

Es war ein Habitat der 4. Generation, angesiedelt nicht mehr im Terra-Luna-Bereich, sondern auf einem Trojanerpunkt, stabil zum Sonne-Jupiter System. Der andere Trojanerpunkt war von einem fast gleich alten Habitat ähnlichen Typs, der »E. E. Smith«, nach dem Vater der Lensmen und Skylark benannt.

Infolge der Industrialisierung des Belt, mit dem Zentrum Ceres, infolge der Aktivitäten im Jupiter-System, das Abernten der Jupiterathmosphäre stand kurz vor dem praktischen Projektstart, war hier draußen, im äußeren Solarsystem der Raumverkehr in einer stetigen Zunahme begriffen.

*** vom Belt aus Asteroiden mit mass driver richtung terra-luna system zwecks verhuettung und richtung mars, sowohl zur verhuettung, als auch um wasserhaltige zwecks terraforming auf den mars herabzustuerzen.

Sowohl Ceres, Phobos, Port Olympus auf dem Mars als auch Roddenberry und Smith prosperierten von dem Zunehmenden interplanetaren Verkehr und Handel.

Im Terra-Luna System war eine robuste Space-Industrie aufgebaut. Alle 5 Lagrange-Punkte, viele Orbits von Terra und Luna waren mit Habitaten, Raumstationen und kleineren Wohneinheiten, mit Werkstätten, Industrieanlagen und Nanoschmieden aller Art besetzt. Auf Luna wuchs Port Armstrong im Krater des cassini seit 50 Jahren, ebenso lane wir der lunare Massdriver 50 km von dort im westlichen teil des Paius Nebularum ... Baumaterial in den lunaren Orbit befördert. ... ***

Zur Zeit lebten auf der Rodenberry und den anliegenden Industrieanlagen etwa 53 Millionen Menschen. Wegen seiner Größe brauchte es nur eine Umdrehung in 12 Stunden, um den äussersten Strukturen eine Pseudoschwerkraft von 1 g zukommen zu lassen, waehrend in Richtung auf die Achse hin alle moeglichen Schwerkraftverhaeltnisse zwischen 1 und 0 g anzutreffen waren, mit Haeufungen bei 1/3 und bei 2/3 g.

Eigentlich waren alle Wohnelemente autonom und verfuegten zu Beginn um die gleichen Ausstattung. Jetzt jedoch, nach 29 Jahren, hatten sich viele Wohnelemente völlig unterschiedlich entwickelt. Manche Wohnelemente hatten einen höheren Technichen- und Lebensstandard. An ihnen war angebaut worden um den Wohnraum zu vergroessern, sie wucherten förmlich in das Vakuum hinaus, mit tiefschwarzer Oberflaeche, jeder Quadratmillimeter ein Sonnenkollector. Andere Elemente jedoch hatten nicht das Glück des materiellen Wohlstands, des positiven Cash-Flow, und verwahrlosten zusehends. Dort siedelten sich auch die Dealer, Hardliner, Cyberjockey, Technokraten, Genschlämmer, Spieler, andere dunkle und halbdunkle Dienstleister und andere Menschen an. Gerueckte, nur hinter vorgehaltener Hand an gute bekannte weitergegeben, wussten auch von schwarzen Hi-Q-KI, die hier vor der solaren Turing- Polizei versteckt wurden. Obwohl natürlich die meisten das Aktivitaeten um illegale Hi-Q-KI, Antimaterie oder militaerische Nano in den dunkleren Winkeln des Belt stattfenden.

Weniges war verpönt oder ausgestoßen, prakisch nichts war verboten, solange man zahlen konnte, in diesen dunklen Vierteln des Kietz.

Das Sicherheitspersonal, Regulaere Polizei, Sicherheitsdienst und Solar Space Navy Intel, beschraekten ihre Tätigkeit auf die weißen, die glitzernden und sprudelnden Bezirke des kosmischen Kandelabers; die dunkle Welt des Kietz mit seinen undurchschaubaren sozialen Strukturen und seiner durchweg bewaffneten Bevoelkerung wurde von ihnen weitgehend ignoriert und blieb in der Regel auch von Routinepatroellien verschont. Was nicht hiess, dass nicht viele der Menchen dort Undercover fuer irgendwelche Militaer- oder Intel-Strukturen mitverdienten.

Dann gab es sehr viele politische Rangeleien der Gruppen untereinander, viele Minderheiten und erdseitig verfemten und ausgestossenen hatte es in den Kietz gezogen.

*** kurz ausmalen, Gruppen:
** Hardliner, biogeboostet, superschnell, implantierte Waffen, ...
** Mods, modifizierte, mit Anpassung an Vakuum, an hohe Strahlung, an hohe Schwerkraft (als Besatzung fuer hi-G-Fusions Rapid Clipper;
** auch modifizierte zu lustzwecken, mit modifizierten geschlechtsorganen
** Illegal mit 'Renaissance' Lebensverlaengerung behandelte, die nicht mehr altern; dabei ein Clan von Ex Militaers und Geheimdienst Psychiatern mit Geschaeften von Hong Kong bis Ceres.
** Verarmte Belt Prospektoren, die nie den großen Fund gemacht hatten, sich keine passage woanders hin leisten koennten, ...

Jedes Wohnelement im Kietz hatte Angst, dass es sich von den anderen bevormunden lassen müsste, auch schlicht vor Überfällen Bewaffneter und vor verdeckter Gewalt. Und so hatte sich der Zusatnd entwickelt, das ein Teil, der groessere, des Roddenberry Solar Drome eine liberale Zivilgesellschaft, mit Zuegen eines Militaerprotektorat (Die Solar Hi Tech Patrol zur Kontrolle von solarem Schmuggel und ABC- und Antimatreiewaffen hatte hier ihr Hauptquartier und Nervenzentrum), und zum kleineren Teil eine Art anarschistischer, no rules, anything goes Freistaat war.

Ich hatte das Pech, oder das Glück, wer weiß, Karma, nicht in einer der edelsten Wohnelementen das Licht der Welt erblickt zu haben. Das Lensman-Viertel war einmal als Vorort geplant, als periphaere Struktur, hatte sich beim Auswuchern der Roddenberry dann zu einen akut von Verlumung bedrohten Pufferstadtteil entwickelt. So konnte man schon immer bei einem Unfall oder Zwischenfall in Lensman noch die Polizei oder eine Ambulanz rufen, und sie kan auch. Andererseits konnte der aufmerksame Beobachter schon lange die Tags der verschiedenen Gangs an Haeuserwaenden und Ecken sehen, unddenkbar in Stadtteilen wie Kopernikus, Tesla oder Oberth. Und so kam es, dass ich mich in beiden Welten bewegen konnte. Ich hatte in Lensman eine gute Schulbildung, BA, an der Virtual Solar Academy for Advances Studies Computerwissenschaften, Mathematik, und, komisch fuer einen Anti-Militär, Militaergeschichte und Strategie studiert. Als junger Freelancer, virtuell an unterschiedlichsten Sicherheitsprojekten im ganzen Solaren Raum aktiv, hatte ich ein auskömmliches Einkommen. Einerseits. Andererseits hatte es mich seit meiner Jungend zum Kietz hingezogen.

*** ausmalen: die faszination der verraeucherten, dunklen Kneipen mit den Pool-Tischen und schweigsamen Pokerrunden
*** die VR Stielelaeden und Traumhaeuser, ...

*** man muss die helden leiden lassen, sonst schockt das micht.

*** Mein Freund MA (Markus Aurelius), Sohn eines EX Solar Marine, der einen Waffenladen im Kietz betreibt.

*** in den Nachrichten: Antwort der Alpha Cent Probe: Es gibt 2 Belts dort im Mehrfachsystem, Von-Neumann-Replikatoren sind ausgesetzt, aufgrund von Infrarotsignaturen steht fest, die Menschen, das Solar system, sind nicht die einzigen, die Von-Neumann-Replikatoren zur expansion und zur Industriellen vorbereitung einsetzen. Allerdings scheinen 'die Anderen' in Alpha Cent auch noch ganz am Anfang zu sein. Der solare Rat diskutiert darueber, einen Fusionskreuzer interstellar aufzuruesten und mit einer einheit (***) Solar Marines nach Alpha Cent zu schicken.

*** ...

'Herlu'