Spacedigger kann sehr unglücklich laufen. Schon die vorsintflutliche, nicht
VR-mäßige Microcomputervariante 'Stardigger' war nicht ohne gewesen.
*** Nach Verlust des Bordkochs, der Bordkasse und der schönen Sirianerin auf der abgelagenen
Wüstenwelt 'Wits End' *** unglückliche Navigation *** Zwei Piraten stellen mich, bevor ich in den Hyperraum gehen kann *** Kampf mörderisch *** Piraten neuerdings nicht nur mit Antimateriewerfern, sondern auch mit Gluonenstrahlern ausgerüstet *** Meine Schutzschirme leuchten schon in hellen Violettönen. Schwere Stöße durchschlagen die Andruckabsorber, und die Sicherheitsgurte des Kommandantensessels schneiden mir schmerzhaft ins Fleisch. Der stechende Gestank verbrannter Isolation beweist mir, daß wir schwere Schäden erlitten haben. Da die Temperatur in der Zentrale der 'STS Boltzmann' stark angestiegen ist, läuft mir der Schweiß in breiten Strömen unter dem Kombi- Helm hervor. Ich hatte gerade eine Serie Photonentorpedos abgeschossen und wartete ungeduldig darauf, daß die grüne Leutanzeige der Ladebänke mir die Feuerbereitschaft der Gamma- Strahlen- Laser signalisierte, als ...
*
Ein Gong ertönte, die Traumwelt wurde durchsichtig und verschwand schließlich, um der Realität Platz zu machen. *** Schnitt *** fand ich mich auf der VR- Couch und blickte verwirrt um mich. Die dunkle Altsimme von EVA flüsterte honigsüß an meinem inneren Ohr: "Ich bedaure undenlich, Rocco, mein Liebling, daß ich Dich stören muß. Wir haben soeben einen Katastrophennotruf empfangen, *** geschätzte Entfernung 8,9 Lichtjahre." Ich fluchte herzlich vor mich hin. Ich hasse es, aus VR- Abentreuern herausgerissen zu werden. (Wer tut das nicht?) Ich schickte einen Gedanken an EVA, den Kurs umzulegen. Sie gab die voraussichtliche Flugzeit mit drei Stunden an. *
Ich saß auf der Brücke ** halbdunkel *** direkte Kommunikation über das Implantat *** Das Schiff wurde zur Erweiterung meines Nervensystems; tausende von Einzelinformationen flossen blitzschnell durch mein Bewußtsein, formten Muster von berauschender Schönheit *** Ich erfuhr unmittelbar die interstellaren Ionenstroeme, und Kraftfelder, spürte die Kraft des Annihilations- Generators. *** wählte unter drei alternativ von EVA vorgeschlagenen Navigationsmöglichkeiten. *** --> Unglück schlampig gebautes Kolonieschiff, Trünner weit verteilt, eine expandierende Wolke aus Reaktionsmasse, Sauerstoff und Micropartikeln*** eine Überlebende in Notfallkapsel 'Eine, eine von wie vielen Tausend?. *** Krtik an der Politik, Menschen aus den Solaren Slums direkt auf die äußeren Kolonien zu verfrachten *** *** 'EVA, Rendevous!' EVA hatte schon Kurs gesetzt, bevor ich meinen Gedanken formuliert hatte. *
*** Empfang in der Schleuse *** Die gerettete Fremde gefiel mir auf den ersten Blick. Sie war blond, mit feinen Gesichtszügen aus denen meergrüne Augen lustig und intelligent in die Welt blickten. Als sie sich aus dem Raumanzug schälte, bemerkte ich ihre wirklich atemberaubende Figur, nicht zu schmal, mit wunderbaren Rundungen an den wichtigen Stellen. Ich starrte auf sie und mußte mich an das Schott stützen, da mir schwindelig wurde.. Sie stellte sich als Freya Schönek vor, sagte, sie wäre Kosmopsychologin. Dafür, daß sie als einzige gerade einer Katastrophe entkommen war, wirke sie sehr gefaßt. Ich ergriff die Initiative. "Sie werden hungrig sein. Essen wir, dabei können Sie mir alles erzählen." Beiläufig schickte ich eine Gedanken an EVA, da Essen zu bereiten. *** Essen opulent *** Freya berichte vom Unglück *** "Sie wollen Ihre Eltern benachrichtige? Port Obert? *** Auf einen Gedanken von mir hing ein Telegrammformular vor uns in der Luft. *** füllet sich selbständig aus** nach ihren Wünschen *** "Ist schon unterwegs, Rocco", flötete EVA samtweich. Täuschte ich mich, oder hatte ihre Stimme einen Unterton? "Was ist das?" "Das ist EVA." Ich machte eine weitausholende Handbewegung, um diese Ausssage zu unterstreichen und blickte hilfesuchend um mich. *** Eva schaltete auch sofort.
*** *** Konflikt der Welten, Eifersuchtskonflikt zwischen Fraya und EVA, der KI *** Ein superreicher Mann, Rocco Heymland, und seine Schiff-KI in enger Kommunikation *** Der letzte Satz ist dann:
Und seitdem fliege ich nur noch alleine mit EVA.