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26.3.2004

SPACE MIGRATION


Der Aufbruch ins All, dazu gehört die Raumfahrt ebenso wie die Astronomie, ist kein teurer Luxus, sondern die aktuelle evolutive Aufgabe der Menschheit. Und die muss jetzt gelöst werden, technologisch wie sozial, schon deshalb, damit die Verteilungskämpfe um Geld, Öl und Macht an Bedeutung verlieren.

Außerdem gibt es viel Neues zu entdecken:

spiegel online 12.12.2003: Leben im All – Galaktischer Flohzirkus¹ – Gleich vier Studien kamen jetzt unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass Leben im All womöglich weit verbreitet ist und auf zahlreichen Planeten eine Heimat finden könnte. … Die Autoren der von der Royal Astronomical Society veröffentlichten Studien ziehen laut BBC weit reichende Schlüsse aus ihren Ergebnissen. Das Leben hätte sich demnach in einem Zeitraum in der Galaxie ausbreiten können, der wesentlich geringer ist als das geschätzte Alter der Milchstraße von zehn Milliarden Jahren. Das würde bedeuten, dass das Leben in der Galaxie weit verbreitet ist und höchstwahrscheinlich nicht von der Erde stammt. … Sean Raymond, der University of Washington: »Unsere Simulationen ergaben eine enorme Vielfalt an Planeten. Manche waren halb so groß wie die Erde und sehr trocken, andere waren drei Mal größer als die Erde und besaßen die zehnfache Wassermenge.«

Wo kommen wir her, wo wollen wir hin?

Inhalt

go home
Land in Sicht
Allein, ganz allein
Nachricht im Mehl
Alte Kontakte
Unsere Scheibe – Kosmologie
»Space Migration«, mehr zum Thema

• Land in Sicht – nichts wie hin!

Wir sehen die Sterne, sogar Planeten. Es gibt viel Unerforschtes. Wir wollen, nein, wir müssen dort hin. Doch was sagt die Realität zu unseren Träumen?

• Sind wir allein, ganz allein?

Unsere alten Mythen, unsere Religionen berichten von Besuchern von »oben«. Unsere Science-Cops und unsere Herrscher hingegen sind sich einig: »Da ist niemand, der UNS unsere Position streitig macht«. Mit all den Sichtungs- und Kontakt-Berichten, fällt es immer schwerer, diesen Herrschaften zu glauben, zumal hinter ihren Worten Eigeninteresse steckt.

• Nachricht im Mehl

Irgendwer oder irgendwas malt uns seltsame Bilder ins Essen. Auch hier: Desinformation statt Forschung und Aufklärung.

• Alte Kontakte

Unsere Mythen berichten von Fremden, die auf die Erde kamen (hatten wir schon, ok), wir stellen in unserer Geschichte seltsame Kultursprünge fest, wir finden Dinge, die es nicht geben dürfte.

• Unsere gute alte Scheibe

»O wei perfect ist deyne scheybenform/ o mutter terra/ wei pladt ist deyn gebirg/ wei endlos gar der blyk/ yber deyne weyten« – lustig? Auch heute beten wir nach, was uns die Herrschenden zu glauben befehlen.


Der Mensch hat das Bestreben,
vielleicht sogar die Aufgabe,
sich fort-zu-entwickeln

im wahrsten Sinne des Wortes: fort.

»Space Migration«
 

ET message

Wir haben dazu nicht alle Zeit der Welt. Mit der erfolgreichen Mondlandung 1969 hatten wir die (einmalige?) Chance, den Weltraum zügig weiter zu erforschen, mit der Nutzung und Besiedlung zu beginnen.

Wenn wir jetzt zum Fenster hinaus schauen, sehen wir, dass sich die Bedingungen rapide verschlechtern. Rohstoffe werden knapp, arme und reiche Länder beginnen, sich auf primitivste Weise darum zu hauen. Die ökologische Katastrophe hat, bis auf einzelne Inseln der Glückseligkeit, bereits gravierende Ausmaße angenommen. Das »Problem der Überbevölkerung« – in Wirklichkeit handelt es sich um das Anwachsen der Armut bei der Weltbevölkerung insgesamt und gleichzeitig weiterer Umverteilung von unten nach oben (schaut euch bei Forbes &Co mal die Statistiken über unsere Mega-Reichen an, dagegen ist unser Duckbird Duck eine arme Ente!) – ist nicht in den Griff zu bekommen, in erster Linie deshalb, weil sich Macht und Geld in gleichen Händen befinden (was durch die sogenannte Globalisierung nur noch extremer werden wird). Womöglich ist der Zug bereits abgefahren. Die Menschheit hat im Moment gute Chancen, in ein neues dunkles Mittelalter zu verfallen oder, mal wieder, sich selbst auszulöschen.

Der Columbia-Unfall im Januar 2003 zeigt, wie sehr das Raumfahrtprogramm bereits heruntergeschraubt worden ist: Es stand (entgegen jeder Planung) kein Ersatz-Shuttle zur Verfügung, auch sonst keine Rettungseinrichtung für alle Passagiere. So mussten die Leute mit ihrem beschädigten Schuttle runter, wohl wissend, was sie beim Wiedereintritt in die Atmosphäre erwartet: Schäden am Hitzeschild bewirken, dass die Konstruktion an dieser Stelle aufgetrennt wird, wie wenn jemand sich mit dem Schweißbrenner dort zu schaffen machen würde. Jetzt sind die anderen Shuttles erst einmal »grounded«, wie schon nach dem Challenger-Absturz. Ob die Russen alleine in der Lage sein werden, die ISS (die ja wesentlich aufwändiger zu unterhalten ist als die alte Konservendose »MIR«) wenigstens noch für spätere Fortsetzung des Programms oben zu halten, ist ungewiss. Der geplante (bzw. bereits gestartete) »neue Kreuzzug« gegen Baghdad (vgl. 1095, Papst Urban II) lässt die Chancen für internationale Projekte, die dem Frieden und dem Fortschritt dienen, weiter in die Nähe der momentanen Börsenindices sinken.

 


Science & Fiction

Space Station

Nach den sensationell schnell aufeinander folgenden Highlights der Raumfahrt in den 60er Jahren schien die Besiedelung zumindest des nahen Weltraums nicht mehr weit. Siehe dazu das Kapitel Stagnation. Auch auf die Gefahr hin, dass die Wiederholung auffällt, möchte ich doch einen Satz zitieren:

… werden sich schon zwischen 1970 und 1975 mehrere Satelliten auf ihrem Rundflug um die Erde vereinen: Stück für Stück entsteht eine Weltraumstation von der Größe eines Laborschuppens. … Die größten dieser Weltraumstationen können dann etwa zehn Mann auf einmal komfortabel beherbergen.

Jedenfalls entstanden zu dieser Zeit Unmengen von Zukunftsvisionen. Science Fiction? Klar. Der Begriff ist nur leider hierzulande negativ besetzt.

Jeder Roman, jede ausgedachte Geschichte, alles was kein Sachbuch ist, ist »Fiction«.

Effi Briest Also auch Fontanes 'Effi Briest' (ja, wir erinnern uns: die gelangweilte, wenn auch nicht ganz uncharmante Tochter eines reichen Gutsherren aus Hohen-Cremmen, immerhin mit Marijuanabeet im Gartenrondell – canna indica). Also, wenn Science Fiction 'Schund' ist, ist Adolescence Fiction (und damit nicht nur Fontane) erst recht 'Schund'.

Jedenfalls ist das große Thema der modernen 'Fiction' nicht die angehende Geschlechtsreife (adolescence) protestantischer Adelsmädel wie Effi und Hulda …

… »Und wie alt ist denn eigentlich deine Mama?« — »Achtunddreißig.« — »Ein schönes Alter.« — »Ist es auch, namentlich wenn man noch so aussieht wie die Mama. Sie ist doch eigentlich eine schöne Frau, findet ihr nicht auch? Und wie sie alles so weg hat, immer so sicher und dabei so fein und nie unpassend wie Papa. Wenn ich ein junger Leutnant wäre, so würd' ich mich in die Mama verlieben.« — »Aber Effi, wie kannst du nur so was sagen«, sagte Hulda. »Das ist ja gegen das vierte Gebot.« — »Unsinn. Wie kann das gegen das vierte Gebot sein? Ich glaube, Mama würde sich freuen, wenn sie wüßte, daß ich so was gesagt habe.« …

… sondern z.B. der Aufbruch ins All, die Adoleszenz der Menschheit, wenn man das so bezeichnen will. Was ja nicht wirklich ein Schaden ist.

Raumstationen in der Form riesige Räder, die rotieren, um durch die Zentripetalkraft Gravitation zu simulieren, mit Lichtquellen in der Mitte und verglasten Flächen zur Mitte hin. Oder auch gigantische rotierende Zylinder, die axial zur Sonne ausgerichtet sind. Die der Sonne zugewandte Seite besteht aus Glas, über mit ausgeklügelte Spiegelsysteme wird 'Tag' und 'Nacht' realisiert. Sie heißen 'Habitat' oder 'Extropia' (klar, Anklang an 'Utopia' – auch SF). Mondkatapulte, die Frachter ins All schießen. Industrieanlagen auf den absolut schwerkraftfreien Positionen zwischen Erde und Mond. Und, und, und. Mond- und Marsbasen. Besiedelte Jupitermonde. Sogar Generationenraumschiffe, die etliche hundert Jahre lang funktionieren (harrrf, harrrf, wenn ich nur dran denke, wie lange ein CPU-Lüfter funktioniert), während die Mannschaft im Cryo-Fridge voll cool pennt und dabei nicht altert – wie Effis Mama.

Zurück zu Effis Mama:

Wenn eine Frau die Schönheit ihrer Mutter preist, hält sie sich zumindest selbst für hässlich. Und wenn ein Mann die Erfolge seines Vaters preist, dann bekommt er selbst nichts auf die Reihe. Na, und wenn jemand einen Roman aus solchen Dingen macht, dann ist er selbst schuld. Zur Vorstellung von »Effi Briest« schwärmte Theodor Fontane, wie leicht ihm dieser Roman aus der Feder geflossen sei. Dabei hat er fünf Jahre lang daran hingekritzelt … dagegen sind wir ja richtig schnell …

Naja, um nicht noch weiter im 19. Jahrhundert zu verharren und endlich das 21. zur Kenntnis zu nehmen, müssen wir diese Utopien realisieren. Nicht weiter ums Öl, Gott oder den Sitz des Bösen streiten, sondern das nahe Weltall erforschen und besiedeln. Es ist an der Zeit, es ist die im Moment anstehende evolutionäre Aufgabe der Menschheit.

Und wenn wir diese Chance nicht noch ganz schnell ergreifen, ist sei weg. Wir können nicht darauf vertrauen, dass irgendwelche UFO-Besatzungen Lust haben, für uns Taxi zu spielen. Und, solange wir nicht an uns selbst glauben, an Ideen glauben, die wir gemeinsam verwirklichen, so lange können wir genauso gut an irgend eine Urinella glauben – und haben kein Recht, sowas lächerlich zu finden!

 


Kleine Physik-Übung: Space Physics – Rotation und Gravitation

In vielen Modellen denken sich SF-Autoren und Filmheinis, aber auch Physiker und NASA-Mitarbeiter, Raumstationen aus, die durch Rotation eine Kraft erzeugen, die unserer Schwerkraft auf der Erde ähnlich ist. Genau diese Kraft wird bereits dazu benutzt, um die Satelliten »oben« zu halten, es ist also nichts wirklich Neues. Wie das funktioniert, steht im Artikel – ohne böse Mathematik, (hoffentlich) allgemeinverständlich ausgedrückt, keine Angst!   …  zum artikel

 


Science Fiction workshop

Eines der Vereinsziele von Smilenow e.V. ist die Förderung von Literatur, speziell Science-Fiction. Der durchgeistigte Intellektuelle mag darüber lachen, dennoch ist SF ein sehr schönes Medium, um Phantasie und Kreativität auszuleben. Also: Soll doch lachen, wer mag.

Wir stellen euch deshalb auf unseren Webseiten eine Plattform zur Verfügung, wenn ihr kleine SF-Geschichten habt, die ihr hier veröffentlichen wollt. Auch Links zu ähnlichen Sammlungen sind uns willkommen (bitte mailen). Wenn die Sammlung einmal groß genug ist, wird vielleicht ein richtiges Buch daraus. Die Rechte bleiben natürlich bei den Autoren.

Das nächste Projekt ist ein SF-workshop. Die Idee ist, dass mehrere Leute an einem Projekt schreiben, jeder ein anderes Stück. Was am Ende daraus wird, ist offen. Während der Entstehungsphase darf mitgelesen werden. Also, macht mit, hier entsteht eine neue Kunstform!

 


Literatur zu Raumfahrtutopien

Frank White:

Isaac Asimov:

 


Links zu Raumfahrtutopien und SciFi

  • Offsite Extropia¹
  • Extropia Transhumanism¹
  • Extropia Institute¹
  • Extropia Current Definition¹
  • Textsammlung (Index): leto/scan/scifi¹
  • Extropia Archives¹
  • Dynamic Optimism¹
  • Get A Life!¹
  • Extropianism¹
  • Anarcho Cyber-Sludge¹
  • Lextropicon¹
  • R. U. Sirius¹
  • R. U. Sirius – Home¹
  • How to Mutate¹ to Take Over the World
  • Habitat, O'Neill¹
 

Ohne Frage ist speziell die erste Staffel von »Raumschiff Enterprise« einer der bedeutendsten Auslöser für die große SF-Welle im Apollo-Zeitalter gewesen. Eine Übersicht über die Inhalte der einzelnen Folgen gibt es bei Thomas M. Gmür¹ (darf zu privaten Zwecken verwendet werden, siehe dort).

 


Usenet (engl.)

  • alt.cyberpunk
  • alt.memetics
  • alt.pagan
 

 


JK, Links von 'Herlu'


 

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