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19.12.2003 - Intelligence Increase - Mind Control

The Mind has no Firewall


Autor: Timothy L. Thomas, »Parameters«, Frühjahr 1998, S. 84-92

Der Mensch als offenes System ist Einflüssen von Außen schutzlos ausgeliefert – und man will gar nicht glauben, an was bestimmte Leute da basteln! Leider ist die Lage ernst.

Hier ein Fundstück der besonderen Art, aus The Memory Hole¹ (das Loch im Bewusstsein). Die US-Fachzeitschrift »Parameters – US Army War College Quarterly« (The United States Army's Senior Professional Journal) über Psycho War und die Schwachstelle des US-Militärs – in (gekürzter) deutscher Übersetzung.


I. Grundlagen

Ganz ähnlich wie ein Computer besitzt auch der menschliche Körper unzählige Daten-Prozessoren. Ein Teilsystem davon ist die chemo-elektrische Aktivität von Gehirn, Herz und des periphären Nervensystems, das die Signale vom Gehirn an die Körperteile und von den Sinneshärchen im Ohr und von der Netzhaut des Auges an das Gehirn sendet. Wir stehen an der Stufe eines Zeitalters, in dem diese Datenprozessoren des menschlichen Körpers gezielt beeinflusst oder geschwächt werden können. Beispiele unabsichtlicher Angriffe auf dieses System sind wohldokumentiert. Stroboskoplampen haben epileptische Anfälle ausgelöst. In Japan erlitten Kinder beim Fernsehen duch solche Blitzlicht-Effekte bei Cartoons solche Krämpfe, anderen wurde es furchtbar übel.

Die eigenen körperlichen Fähigkeiten zu verteidigen und die gegnerischen gezielt anzugreifen, ist ein Schwachpunkt in der US-Informations-Kriegsführungstheorie, die sich hauptsächlich auf die elektronische Datenverarbeitung konzentriert, um auf dem Schlachtfeld die Informations-Überlegenheit zu sichern. Jedenfalls entsteht dieser Eindruck, wenn man die offene, nicht-geheime Presse liest. Diese Schwäche der USA könnte zu einem ernsthaften Problem werden, da die Techniken zum Eingriff in die Datensysteme des Körpers bereits existieren. Kürzlich stellte der »US News and World Report« einige dieser »Wunderwaffen« (akustisch, mit Mikrowelle, mit Laser) vor und merkt an, dass Wissenschaftler das elektromagnetische Spektrum auf Wellenlängen untersuchen, die sich auf menschliche Verhaltensweisen auswirken. Eine russische Militärpublikation sieht noch eine andere Tendenz: Die Menschheit steht am Rande eines psychotronischen Krieges. Der Artikel beschreibt verschiedene russische und internationale Versuche zur Kontrolle der psycho-physischen Konstitution des Menschen und seiner Entscheidungsfähigkeit, etwa mittels Hochfrequenz-Generatoren.

Ein gänzlich neues Waffenarsenal könnte zum Einsatz kommen, um das Individuum völlig auszuschalten, indem ihm unterschwellige Botschaften einimpfen oder seine physiologischen Fähigkeiten und die Signalverarbeitung im Körper verändern, also letztlich die Signale zu stören, die das körperliche Gleichgewicht aufrecht erhalten.

Damit wird das, was wir als »Informations-Kriegsführung« bezeichnen, hinfällig, sobald nicht die Ausrüstung sondern der Soldat selbst zum Ziel wird.


II. Die Informations-Kriegsführungstheorie und die datenverarbeitenden Organe des Menschen

In den USA bezieht man diesen Begriff meist auf Hardwaresysteme wie Computer, Satelliten und elektronisches militärisches Material, um einerseits gegnerische Informationsstrukturen zu zerstören und andererseits die eigenen zu verteidigen. Diese Informationssysteme liegen an oberster Stelle der US-Modernisierungsbemühungen in Form von Hardware, Software und gut geschulten Spezialisten. Die entsprechenden Systeme wurden bereits unter Kampfbedingungen in Manövern getestet.

Bei all diesen Anstrengungen werden aber die datenverarbeitenden Systeme des menschlichen Körpers vernachlässigt, obwohl sie für Desinformation und Täuschung sehr anfällig sind, es wird dafür keine »firewall« geschaffen. Noch kann der Körper getäuscht werden, manipuliert, missinformiert, ja sogar ausgeschaltet oder gar zerstört werden wie jedes andere datenverarbeitende System.

Das einzig existierende körperbezogene System der USA zur Informations-Kriegsführung ist PSYOP, »Psychological Operations« (psychologische Kriegsführung).

Eine Quelle definiert Information als ein »nicht-zufälliges Signal, mit dem ein Computer oder ein Kommunikationssystem gespeist wird«. Der menschliche Körper ist ein komplexes Kommunikationssystem, das ständig mit nicht-zufälligen und zufälligen externen und internen Signalen gespeist wird. Das ultimative Ziel der Informations-Kriegsführung muss demnach die Information selbst sein, die Information des Menschen wie die Information des Automaten. Ausländische Forscher haben den Zusammenhang zwischen Menschen als Daten-Prozessoren und Informations-Kriegsführung erkannt. Manche konzentrieren sich auf PSYOP, andere gehen weiter. Alle Nachrichtenkanäle werden für PSYOP genutzt, auch das Internet. Letzteres wird auch dazu genutzt, dass bei »speziellen Operationen« außerhalb der USA Sympathisanten angeworben werden, um US-Spezialeinheiten zu entlasten.

Einer der führenden Forscher zum Thema Informations-Kriegsführung und Datenverarbeitungsprozesse des menschlichen Körpers ist Dr. Viktor Solnzew am Baumann-Institut für Technik in Moskau. Zusammen mit einem Netzwerk von Instituten und Akademien hat er interessante Konzepte entwickelt. Für ihn ist de Mensch ein offenes System, nicht einfach ein Organismus oder ein geschlossenes System. Als solches kommuniziert der Mensch mit seiner Umgebung, direkt und via Kommunikationsmedien. Einflüsse der physischen Umwelt, sei es durch elektromagnetische, gravitative, akustische oder andere Effekte, führen zu Veränderungen des psycho-physischen Zustands des Organismus. Derartige Veränderungen können direkt den Geistes- und Bewusstseinszustand z.B. eines Menschen am Computer beeinflussen. Das wäre dann weder elektronische noch Informations-Kriegsführung im traditionellen Sinn. Das könnte etwa durch weiter unten beschriebene futuristische Waffen geschehen, die auf das »offene System Mensch« zielen.

Solnzew beschäftigt sich auch mit dem sogenannten »Informationslärm«, der eine dichte Abschirmung zwischen Mensch und Umwelt schafft. So kann nicht nur ein Einzelner, sondern auch eine Gruppe entsprechend beeinflusst werden. Verhaltensveränderungen sind ein erzielbares Resultat, auch in die menthalen Fähigkeiten sind Eingriffe möglich, bis hin zur totalen Ausschaltung jeglicher Reaktion. Alle Ebenen der menschlichen Psyche (Unterbewusstsein, Bewusstsein und »Super-Bewusstsein«) sind mögliche Ziele.

Es gibt bereits einen Computervirus, der die Psyche eines Menschen verändert: Der russische Virus 666 verändert die Farben jedes 25. Bildes (ein Bildschirm projeziert zwischen 60 und 100 Bildern pro Sekunde) derart, dass der Mensch am Computer in Trancezustände verfällt. Die unterbewusste Wahrnehmung dieser veränderten Farbpalette führt zu Herzrhythmusstörungen. Nicht nur Solnzew, auch andere russische Computerspezialisten reden offen über den »Effekt mit dem 25. Bild«, und dass man damit auf subtile Weise die Wahrnehmung eines Menschen am Computer beeinflussen kann, etwa in der Art, wie in den 50er Jahren sublime Werbebilder in Kinofimle geschnitten wurden. Im Kino werden 24 Bilder pro Sekunde projeziert. Eines dieser Bilder wird etwa durch eine Cloa-Flasche ersetzt. Das sieht man zwar nicht bewusst, man bekommt aber doch Durst und kauft Cola. Das funktioniert, wurde später verboten.


III. US-Beurteilung der Wunderwaffen: Änderung der Fähigkeiten des Körpers, Daten zu verarbeiten

Welche Technologien haben die USA dazu untersucht? Der »U.S. News and World Report« beschreibt am 7. Juli 1997 mehrere Entwicklungen, die u.a. innere Organe vibrieren lassen, Ekelgefühle hervorrufen, den Menschen betäuben, einschlafen lassen, zum Schwitzen bringen oder ihn gleich mittels einer Schockwelle niederstrecken. Die Technologien umfassen Blend-Laser, die die Pupillen sich schließen lassen, Schallwellen, die die Hörzellen so reizen, dass Seekrankheit, Schwindel und Übelkeit resultieren, oder solche, die durch Resonanz innerer Organe zu Schmerz und Krämpfen führen, auch Schockwellen, die einen Menschen nieder strecken oder auch Flugzeuge abstürzen lassen können, teils kombiniert mit Pfefferspray oder Tränengas.

Diese Technologien können für weitere Einsatzgebiete modifiziert werden. Akustikwaffen etwa zu Schallgewehren, oder flächendeckend, um Fabrikanlagen zu schützen, Geiselbefreiungen zu unterstützen, Aufstände zu bekämpfen oder Wege für Convoys frei zu halten. Solche Wellen, die auch in Gebäude eindringen, eröffnen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten für Militär und Polizei. Mikrowellenwaffen stimulieren das Nervensystem und führen zu Schweißausbrüchen, Anfällen wie bei Epilepsie oder Herzstillstand. Infraschall wirkt auf die elektrische Gehirnaktivität und erzeugt grippeähnliche Symptome und Übelkeit. Andere Projekte zielen darauf, Schlaf zu bewirken oder zu verhindern, oder den Bewegungsapparat zu behindern, wie dies durch gepulste Strahlenwaffen geschehen kann, von denen die Russen bereits 100.000 Stück bestellt haben sollen.

Ein Experte zu diesen »Wunderwaffen«: Brigadegeneral im Verteidigungsministerium Larry Dodgen mahnte in einem Leserbrief an, die Technologien seien in ihrem Nutzen für das Militär überbewertet dargetellt. Internationale Verträge über deren Nutzung müssten beachtet werden, und das Risiko, dass die Waffen aufgrund von Gegenmitteln wertlos werden könnten, sei immens.

Insofern sind solche Waffen von besonderem Interesse bei Staaten, die sich nicht an internationale Verträge gebunden fühlen – und für Terroristen (George Walker z.B. lässt kaum eine Gelegenheit aus, um der Welt zu dokumentieren. wie scheießgal ihm internationales Recht ist – nur als Anmerkung!).


IV. Russische Beurteilung des »Psychotronik-Krieges«

Der russische Armeemajor Tschernischew schreibt 1997 in einem Militärmagazin, dass überall auf der Welt an psychotronischen Waffen entwickelt werden dürfte und nennt einige Kategorien:

US-Forscher bestätigen Studien iun diesem Gebiet. Dr. Janet Morris, Co-Autorin von »The Warrior's Edge« wurde im Institut für Psycho-Korrelationen in Moskau eine Technik präsentiert, die im Institut für Psychokorrektur entwickelt wurde. Forscher analysieren dort das menschliche Bewusstsein, um es zu beeinflussen. Sie benutzen sublime Kommandos, Schlüsselwörter, die in Rauschen oder Musik versteckt sind, und Infraschall, der über die Knochen transportiert wird. Und man befasst sich mit ESP (Extra-Sensual Perception, außersinnliche Wahrnehmung), Hellsichtigkeit, Telepatie, Telekinese und Psychokinese.

Während US-Forscher diese Art der Forschung insgesamt in Frage stellen, wird sie in Moskau stark gefördert. Dort (und auch in anderen Ländern der Welt) ist man durchaus der Ansicht, dass man mit solchen Methoden das Datenverarbeitungssystem Mensch angreifen oder anzapfen kann. Und man forscht über Gegenmaßnahmen, etwa Anti-ESP-Training, etwa um zu vermeiden, dass Spione per PSI eindringen können.


V. Fazit

Während großer Wert auf Datensicherheit gelegt wird, ignorieren wir weiterhin den Informations-Operator. Er ist der schwache Punkt, wenn Waffen benutzt werden, die ihn unbemerkt außer Gefecht setzen. Es gibt internationale Abkommen, die den individuellen Soldaten vor solchen Angriffen schützen, aber die nutzen nur, wenn sie von beiden Seiten eingehalten werden – gegen manche Nationen und Terroristen jeder Couleur helfen sie nicht.

Die Informations-Kriegsführung, Stichworte wie »Informations-Überlegenheit« oder »Informations-Spirale« gehören hier her, die in den letzten zehn Jahren entwickelt wurde, dreht sich um den zentralen Punkt der Datenverarbeitung, und wie man die Systeme schützt. Solange wir aber nur die Hardware schützen, aber nicht uns selbst, sind wir das potentielle Opfer. Wir müssen mehr Zeit darauf verwenden, über die Menschen in dieser Daten-Management-Struktur zu forschen, nicht nur das System der Systeme betrachten.


aus: »Parameters«

 

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